Hotspots

Immer wieder ist die Rede von sogenannten Hotspots. Aber was sind Hotspots überhaupt und gibt es diese wirklich. Eine gute Angelstelle, die für ein Paar Tage Fisch brachte, ist für mich noch lange kein Hotspot. Ein echter Hotspot ist mMn. eine Angelstelle, an der ganzjährig Fisch zu erwarten ist (mal mehr, mal weniger) die zudem jedoch nicht überlaufen ist, die darüber hinaus auch legal zu befischen ist. Genau diese Spots gilt es geheim zu halten. Denn wenn man ehrlich zu sich selbst ist, wird man solche Angelstellen an einer Hand abzählen können, wenn man überhaupt eine solche kennt.

Es gibt dennoch Stellen im Fluss, denen je nach Jahreszeit, Fische zuzuordnen sind. Auf diese möchte ich gezielt eingehen.

harter Winter (Januar – März)

  • die Fische bevorzugen ruhige und strömungsarme Bereiche wie Häfen, Baggerseen, tiefe ruhige Buhnenfelder mit Löchern.
  • die direkte Strömung wird gemieden, da der Energieaufwand zu hoch wäre.

Frühjahr (März – April)

  • Häfen, Hafeneinfahrten, Baggerseeeinfahrten sowie tiefe Buhnen und Buhnenfelder

früher Sommer (Juni – Juli)

  • Die Fische sind wieder gut verteilt, nach dem Laichgeschäft oft sehr flach anzufinden. See – und Hafeneinfahrten sind immer ein Versuch wert. Auch Buhnenfelder bringen Fisch.

Sommer (Juli – September)

  • zu dieser Jahreszeit herrscht meist Niedrigwasser und daher stehen die Fische in härtester Strömung. Oftmals mitten im Hauptstrom oder ganz hart an der Strömungskante.
  • Jetzt ist kann der Versuch mit Wobbler in den Abendstunden Fisch bringen.

Herbst (Oktober – Dezember)

  • Mit fallender Wassertemperatur beginnt die absolut heiße Fressphase der Fische. Es wird Winter und somit Ernst, der Futterfisch wird knapp, die Wassertemperatur fällt bald möglicher Weise auf unter 4 Grad Celsuis. Die Zander und Barsche fressen sich nun wahrlich fett um den Winter zu überstehen.
  • Jetzt sind gute Fische und gute Stückzahlen zu erwarten. Oftmals begleitet die kalte Jahreszeit ein Hochwasser, bzw. einen deutlich höheren Pegel als in den Sommermonaten. Dies bedeutet, die Fische kommen zurück in Reichweite. Während Zander und Co im Sommer, bei Niedrigwasser, fast gänzlich in den Hauptstrom verschwinden, so stehen die Fische nun wieder in den Kehrströmungen bzw. in den strömungsarmen Flussabschnitten, Hafen- und Baggerseeeinfahrten oder in tiefen und ruhigen Buhnenfeldern.