Rhein

Niederrhein zwischen Duisburg und Emmerich:

Ich fische nun seit über 5 Jahren am Niederrhein. Dabei habe ich schon sämtliche Ufer zwischen Duisburg und Emmerich erkundet. Den Fischbestand am Rhein würde ich meiner Erfahrung nach, mit sehr gut beurteilen. Vor allem die riesige Artenvielfalt, die ich in den vergangenen Jahren kennen lernen durfte, hat es mir besonders angetan. Neben reichlich vielen Zandern,  trifft man immer wieder auf die „Gestreiften“, also die Barsche. An den Strömungskanten und hinter den Buhnenköpfen lauern starke Rapfen. In tiefen Löchern z.B. in tief ausgespülten Aussenkurven sind mit etwas Glück auch Waller anzutreffen.  Und selbst wenn man es auf mehr auf die eher friedlichen Fische abgesehen hat, wird man schnell auf seine Kosten kommen. Es sind  massig Weissfische wie z.B. Brassen, Rotaugen und Barben vorhanden.

Wie ihr schnell merkt, der Rhein hat für jeden Angler und für jede Angelart sehr viel zu bieten. Es gibt sehr viele Möglichkeiten an das Wasser zu kommen. Schaut man sich den Bereich um Duisburg einmal genauer an, fällt einem schnell auf, dass hier die Häfen eine vielversprechende Alternative darstellen. Zwar ist vieles begradigt und mit hohen Spundwänden eingegrenzt, doch das Fischvorkommen ist vielerorts trotzdem sehr hoch. Gerade die Hafeneinfahrten im Bereich der Strömungskanten sind oft sehr vielversprechend. Stromabwärts nimmt die Idylle ihren weiteren Verlauf. Hier sind viele Fluss- und Bacheinläufe zu finden. Die zahlreichen Buhnen bieten den Fischen optimale Standplätze. Desweiteren sind viele Baggerseen vorhanden, die eine direkte Öffnung zum Hauptstrom des Rheins haben.

In den letzten Jahren stellte sich heraus, das sich gerade die Herbst und die frühen Wintermonate, für gute Barsch und Zanderfänge eignen (je nach Wasserstand und Wassertemperatur ab Oktober bis Anfang Januar).

Mit fallender Wassertemperatur beginnt die absolut heiße Fressphase der Fische. Es wird Winter und somit Ernst, der Futterfisch wird knapp, die Wassertemperatur fällt bald möglicher Weise auf unter 4 Grad Celsuis. Die Zander und Barsche fressen sich nun wahrlich fett um den Winter zu überstehen.

Jetzt sind gute Fische und gute Stückzahlen zu erwarten. Oftmals begleitet die kalte Jahreszeit ein Hochwasser, bzw. einen deutlich höheren Pegel als in den Sommermonaten. Dies bedeutet, die Fische kommen zurück in Reichweite. Während Zander und Co im Sommer, bei Niedrigwasser, fast gänzlich in den Hauptstrom verschwinden, so stehen die Fische nun wieder in den Kehrströmungen bzw. in den strömungsarmen Flussabschnitten, Hafen- und Baggerseeeinfahrten oder in tiefen und ruhigen Buhnenfeldern.

Danach gilt die Devise, wenig Energieaufwand für höchst möglichen Ertrag. In den harten Wintermonaten mit Dauerfrost gibt es oft nur kurze Beissphasen (Januar bis Anfang März). Jetzt sind große Köder oft der Schlüssel zum Erfolg.

Hotspots am Rhein:

Rheinexoten: