Schweden 2016 – Part II

Nach dem Besuch im Mai, verschlug es mich Mitte Juli erneut nach Toftaholm an den Vidöstern. Der Auftrag stand fest, Angriff auf die Stachelritter und hoffentlich ein ü70 Fisch im Boot.

(Nachdem die Zander im Mai noch mit dem Laichgeschäft beschäftigt waren und eher weniger mitspielten, war ich guter Dinge, die Fische im Juli wieder an den gewohnten Standplätzen vor zu finden)

Als allererstes wurde unser Boot mit einem neuen Echolot, dem „Garmin Striker 4 DV“ aufgerüstet. Dieses bringt ganz neue Möglichkeiten in das Wasser zu sehen, dazu später mehr.

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In der ersten Urlaubswoche erwartete uns sehr durchwachsenes Wetter, Toftaholmwetter halt. An die Bedingungen angepasst (Starkwind und immer mal wieder Regenschauer), ging es dennoch immer wieder aufs Wasser. Vom ersten Tag an, zeigten sich die Zander in guter Beisslaune. Der erste Fisch ließ nicht lange auf sich warten. Neben vielen kleinen Zandern, gab es aber auch bessere Fische. Leider ließ der Wind es anfangs nicht zu, die Topspots des Sees zu beangeln. Dies sollte sich aber bald ändern. Der Wind wurde weniger, die Zander noch gieriger. Zunächst gab es im wahrsten Sinne Masse statt Klasse. Die Frequenz war teilweise der absolute Wahnsinn. Wurf auf Wurf, Biss auf Biss, Fisch auf Fisch. Die reinste Tockflut. So hatte ich mir das in etwa vorgestellt, jedoch gab es bei der Masse zunächst wenige „gute Fische“.

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Nachdem ich verschiedene Köder durchprobiert hatte und immer noch zu 90% Fische kleine Fische ans Band gingen, wechselte ich auf 6 Inch große Gummis. Diese mochten die kleinen Zander teilweise zwar auch noch zum Fressen gern, aber wenn es jetzt richtig tockte, war die Wahrscheinlichkeit auf einen „guten Fisch“ doch deutlich größer. Und es tockte. Neben einigen ü60er Fischen stieg dann endlich ein noch besserer Zander ein. Nach einen spannendem Drill an leichter Rute, mit starken Kopfstößen direkt unter dem Boot, konnte ich meinen besten Schwedenzander 2016 landen. Mit 71cm hatte ich mein zuvor gesetztes Ziel erreicht. Die Beisslaune der Zander hielt noch über mehrere Tage an und leider habe ich noch 2 „richtig gute Fische“ im Drill verloren, aber das gehört einfach dazu. Erst als sich richtiges Sommerwetter einstellte (gefühlte 30 Grad, Sonne pur, kein Wind) ging die Aktivität der Zander jedoch deutlich zurück.

Gleiches hatte ich im Jahr 2014 doch schon einmal erlebt. Bei diesen Bedingungen konnte man sich auf den Kopf stellen. Die Aktivität der Fische ging so weit zurück, dass geworfen scheinbar Garnichts mehr beißen wollte. Es schlug die Stunde des neuen Echolots, mit diesem ist es möglich, Fische wie Hecht und Zander gezielt zu suchen (im Mittelwasser sowie auch nahe des Gewässergrunds) und diese dann durch punktgenaues Anbieten des Gummiköders zum Anbiss zu reizen. Diese Angelart nennt man „pelagisches Angeln“ (Angeln im Mittel- und Freiwasser). Aber auch nahe des Gewässergrunds kann man Fische gezielt suchen und durch vertikales anbieten des Köders kurz über dem Fisch zum Anbiss zu reizen. Egal ob im Freiwasser oder am Grund, fast alle geloteten Fische, stiegen auf und sahen sich zumindest den Gummiköder genau an. Im Besten Fall machte es „Tock“ und der Räuber biss an inkl. Liveansicht auf dem Echolot.

Eine echt packende und spannende Alternative die durch das punktgenaue Anbieten des Köders Möglichkeiten bietet, die man klassisch nicht ansatzweise bekommt und gerade an den warmen Tagen doch noch einige Bonusfische bringen kann.

Hier das Video zur Zanderparty:

Beste Köder: Easy Shiner 4’+5′ – Tripple Tail 3’+4′ – Fin-S-Fish 5.75′ – Sea Shad 6′ – Fox Rage Slugger Shad

Köderfarben: eher gedecktes natürliches Dekor

Gerät: Shimano Yasei Aspius inkl. Shimano Biomaster 2500 – WFT Penzill inkl. Shimano Rarenium 2500

hej då Sverige!