Schweden 2016 – Part I

Am 20. Mai war es soweit und es ging nach einjähriger Pause mit meinem Kumpel Mike, endlich wieder an den im wunderschönen Smaland gelegenen Vidöstern See nach Schweden.

(…nach einem missglückten Mai-Besuch im Jahre 2012, wollte ich es noch einmal wissen und gab dem Vidöstern eine neue Chance…)

In Schweden angekommen, erwarteten uns Wassertemperaturen zwischen 11 und 14 Grad und auch die Vegetation hing unserer noch deutlich hinterher. Kühles Schmuddel-Wetter beherrschte auch in Smaland den Monat April, zum Glück aber war auf den Mai Verlass, denn die ersten 2 Maiwochen, brachten Sonne pur und sommerliche Temperaturen und somit den Startschuss für das Erwachen der Natur.

Gut gerüstet ging es am ersten Tag morgens direkt auf den See und es hieß Fische finden. Von guten Hechtfängen hörte ich bereits, aber besonders gespannt war ich auf die Zander. Letztere beginnen bei 12-14 Grad Wassertemperatur mit dem Laichgeschäft, was zu vermuten ließ, dass die Zander etwas anderes als Fressen im Kopf hatten. 😉 Schnell bestätigte sich meine Vermutung, denn an all den bekannten Zanderstellen gab es so gut wie keinen Fischkontakt.

(…auf ein gezieltes Suchen der Zandernester haben wir bewusst verzichtet denn wir nahmen es sportlich und probierten es einfach weiter….)

Es gab immer wieder Hecht- und Barschkontakt und auch der ein oder andere „kleine“ Zander war dabei. Durch das traumhafte Wetter, 20-25 Grad + leichte Bewölkung und viel Sonne, konnte man der Natur beim wachsen quasi zusehen. Die Wassertemperatur an der Oberfläche stieg Tag für Tag und auch die Aktivität der Fische nahm zu.

Am 3. Tag war es dann soweit, ich bekam einen merkwürdigen Biss auf einen Gummifisch. Nach dem Anhieb war klar, hier muss ein kapitaler Fisch an den Haken gegangen sein. Viele Fluchten, starke Schläge ließen schnell auf einen Hecht schließen.

Nach einem Super Drill, der gefühlt 10 Min dauerte, konnte Mike den Fisch sicher keschern. Mit 105cm war es letztendlich auch der beste Fisch dieses Trips.

Nachdem der gewünschte Erfolg tagsüber jedoch plötzlich aus blieb, versuchten wir unser Glück nun abends im Flachwasser, bzw. an den Kanten zum Flachwasser. Zwischen 1-3m Wassertiefe schleppten wir unsere Wobbler und warfen Gummis. Hier kamen die Räuber zum Fressen hin. Gute Barsche, Hechte und auch die ersten Zander konnten wir hier fangen. Es waren teils zweistellige Stückzahlen mit immer wieder guten Fischen dabei.

An Tag 4 beschlossen wir zusammen mit meinem langjährigen Angel- und Schwedenfreund Tim, auf die Ostsee zu fahren und dort auf Dorsch zu fischen. Vor Halmstad sollen zuletzt gute Stückzahlen gefangen worden sein. Wir ließen uns überraschen. Auf der Ostsee angekommen, mussten wir wie immer, erst einmal die Fische finden. Nein nicht suchen, sondern finden, denn eine Suche ohne Erfolg ist beim Angeln nicht zu gebrauchen. 😉 Kapitän Tim kreiste an den vermutlichen Hotspots als plötzlich meine Rute krumm blieb. Der erste, wenn auch, kleine Dorsch, nahm meinen Gummifisch in ca. 10m Wassertiefe. (hätte dieser gewusst, dass er seinen ganzen Schwarm und somit den Standort der Fische preis gab, hätte er mit Sicherheit auf den Snack aus Gummi verzichtet! ;)) Nunja, die Fische hatten wir gefunden, was nun folgte war Angelspaß pur. Es gab zu dritt knapp 40 Dorsche und viele Bisse + Aussteiger.

Neben einigen 60er Fischen konnte ich bei meiner ersten Dorsch-Tour einen knapp 4KG schweren und 72cm langen Dorsch fangen. Wahnsinn wie schwer sich so ein Fisch machen kann, vor allem am Zandergeschirr. 🙂

Nachfolgend die Fanggallerie mit den schönsten Bildern und Fischen.



Schweden 2016 Part 1 war somit ein voller Erfolg und ein Kurzurlaub, der mir und uns gewiss noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Im Juli kommt der 2. Teil. Dann mit Zandern die hoffentlich an meinen Hotspots stehen und auch Hunger haben. 😉

hej då Sverige!