Schweden 2014

zurück an alter Wirkungsstätte…

Es war wieder einmal so weit, mit mehr Tackle und Vorfreude als je zu vor, ging es für 14 Tage zum Vidöstern-See nach Toftaholm in Südschweden. Natürlich war unser Zielfisch in erster Linie der Zander, jedoch sollte in diesem Jahr etwas höchst Ungewöhnliches geschehen…

Nachdem wir uns, wie jedes Jahr, zunächst ein paar Tage „eingeangelt“ und auch den ein oder anderen Zander, ans Band bekommen hatten, gab es einen merkwürdigen Biss mit noch merkwürdigerem Drill. Von einem Hügel aus ins Tiefe geworfen, auf ca. 18 Metern, schnappte sich ein Fisch, den ich bis dahin nur von Fotos kannte, meinen Köder.

Schon während des Drills, merkte ich, zandertypisch ist das aber nicht… Als sich der Fisch daraufhin, kurz vor dem Boot, das erste Mal zeigte, traute ich meinen Augen kaum. Eine knapp 55cm lange und über 1 KG schwere Quappe (lota lota) hatte sich den FinSFish gepackt.

In der ersten Woche zogen immer wieder starke Gewitter und Regenschauer durch, die Zander jedoch, schien das nicht weiter zu interessieren. Wir konnten zu dritt, immer wieder gute Stückzahlen und auch gute Fische fangen. Auffällig hierbei, sämtliche Action-Köder waren den No- bzw. Low-Action-Ködern deutlich unterlegen. Auch Dropshot brachte Bisse und Fische. Farbtechnisch fiel auf, dass vorwiegend auf Naturdekor Bisse kamen. Ausnahmen bestätigten aber auch hier die Regel.

In der zweiten Woche stabilisierte sich das Wetter und es wurde bei sehr viel Sonne bis zu 30 Grad warm. Durch den böigen Wind, ließ es sich aber glücklicherweise auch auf dem  Wasser noch aushalten.

Einzig die Zander fingen an zu „zicken“. Wo in der Vorwoche teils noch jeder Wurf ein Treffer war, schien kein Fisch mehr im Wasser zu sein. Zähes Angeln brachte aber auch hier noch ab und an Fischkontakt. Wie z.B. einen starken Meterhecht, den Birger leider nach spannendem Drill inkl. Hechtsprung, vor dem Kescher verlor (kommt wieder, ganz sicher).

Doch bald schon mussten wir uns etwas einfallen lassen, denn die Beißlaune schien gegen Null zu gehen. Vertikal soll es noch beißen, hieß es zumindest.

Gesagt getan. Vertikalruten fertig gemacht und ab zurück aufs Wasser… Und siehe da, es hat wunderbar funktioniert. Scheinbar stehen die Zander bei Sonne und Temperaturen um die 30 Grad, auf extrem verlangsamte Köderführung. Diese Technik brachte uns neben ordentlichen Sonnenbränden noch wirklich tolle Bisse und Fische.

Am Ende waren 14 Tage leider doch viel zu kurz. Denn um all das auszuprobieren, was man sich das letzte halbe Jahr hat einfallen lassen, hätte man locker noch weitere 6 Wochen gebraucht. Bleibt abschließend nur noch zu sagen, Schweden ist und bleibt ein absolutes Angelparadies und ist jede Reise wert. Wird 2015 fortgesetzt… hej då Sverige!